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Fallbeispiele etc.
     
 


Kurze Wiederholung:

Die Durchlässigkeit der unteren und oberen Hohlvene gehört mit zu den wichtigsten Voraussetzungen der Herztätigkeit. Eine Hohlvenenkompression mit vermindertem Blutrückstrom zum Herzen kann zu jeder Zeit und bei allen Körperhaltungen eintreten.

Selbst geringste Einengungen dieser herznahen und fast drucklosen 3 cm dicken Venen, können zu sofortigen Druckdifferenzen im rechten Herzvorhof führen, was von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren als Gefahr eingestuft wird.

Das Herz schießt nun als erstes Extrasystolen mit ihren Pulswellen durch die Adern. Auf diese Weise werden Erschütterungen erzeugt, mit denen die untere Hohlvene aus ihrer Umklammerung aufgeblähter Oberbauchorgane befreit werden soll und ein ungehinderter Blutrückfluss wieder ermöglicht wird.

Meist wird dies ein benachbartes Verdauungsorgan sein, wo es dann reicht, wenn die Gasblase darin weiterwandert und die Hohlvene nicht weiter abgedrückt wird.

Es gibt viele unscheinbare Symptome, die auf eine Hohlvenenkompression hinweisen und die sich in bestimmten Fällen bis zum Vorhofflimmern steigern können.

Hohlvenenkompression – allgemein (Fallbeispiel)

Man verspürt ein vibrierendes, kribbelndes, zappelndes auch verkrampftes Gefühl oberhalb des Bauchnabels, oft verbunden mit einem leichten Schwächegefühl oder mit weichen Knien. Auch Schwindelgefühl, Leere im Kopf und Luftnot sind typisch. Bei mir gilt es als sicherer Vorbote von Vorhofflimmern und es kommt immer im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten vor – wie Bücken, Beugen, Hocken, Strecken, Drehen, schnellem Sprechen oder heftigem Lachen.

Ich bin mir 100%ig sicher, dass auch heute noch in so einer Situation unweigerlich Vorhofflimmern ausgelöst wird, wenn ich bei Auftreten dieses Gefühls weiter untätig und wie versteinert in der momentanen Körperhaltung verharren würde. Genauso ist es im Bett oder auf der Couch, wenn ich irgendwie verwinkelt daliege und auf einmal durch Extrasystolen oder eben durch das beschriebene Gefühl im Oberbauch merke, dass sich etwas anbahnt. Da kann man nur sofort eine andere Körperhaltung einnehmen und den Oberbauch massieren, um die untere Hohlvene von der Umklammerung zu befreien. Die abgehenden Gasblasen im Bauch bestätigen dann meistens meinen Verdacht.

Bauchmassage bei Hohlvenenkompression (Fallbeispiel)

Wenn das eindeutige Gefühl bemerkt wird und auch vielleicht schon Extrasystolen durch den Körper schießen, dann sofort diese Stelle kurz über den Bauchnabel mit den Fingern beider Hände von rechts nach links bzw. von rechts oben nach links unten tief eingedrückt ganz schnell hintereinander massieren. Auch kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn sind wirkungsvoll, aber das merkt jeder selbst was gut tut. Am besten funktioniert die Massage beim Umherlaufen oder im Liegen auf dem Rücken, aber nicht zwischendurch aufhören um den Puls zu fühlen. Erst wenn das komische Gefühl weg ist und man auch merkt, dass das Blut wieder im Herzen und so auch im Kopf ankommt, kann man ja mal an der Halsschlagader den Puls kontrollieren.

Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht vor solchen Situationen stehe und eingreifen muss.

Besonders nach Ruhephasen oder nach Tätigkeiten in gebückter Haltung, wenn ich dann spontan aufstehe und z. B. eine Treppe oder Böschung hochgehe, merke ich dieses komische Gefühl über dem Bauchnabel – die Mischung aus weichen Knien, Schwindel und Atemnot.

Wenn ich jetzt nicht sofort stehen bleibe und meinen Bauch massiere, geht der Puls hoch bis zum Vorhofflimmern.

Am Herzen kommt in diesem Augenblick durch die abgedrückte Hohlvene zu wenig Blut an und wenn man da weiterläuft steigt der Puls und durch die dabei entstehende höhere Saugkraft des Herzens wird die Hohlvene noch mehr zusammengesogen.

Es gibt hundert verschiedene Möglichkeiten im Alltag für solche Situationen, man muss sie nur erkennen und erspüren.

Nun nicht erst lange Puls fühlen, denn wenn man erst Vorhofflimmern fühlt, hat man verloren.

Es wäre also falsch zu behaupten, dass ich bereits ausgelöstes Vorhofflimmern durch meine Bauchmassage beenden kann. Ich kann aber durch meine Massage die Durchlässigkeit der Hohlvene wiederherstellen und die Gefahr von Vorhofflimmern ist somit gebannt.

Hohlvenenkompression beim Schlafen (Fallbeispiel)

Man wacht mit Luftnot meist in Linkslage auf – man verspürt Extrasystolen und der Puls wird immer schneller. Diese subjektiv empfundene Atemnot (Dyspnoe), die meist mit einem Alptraum mit Erstickungsgefühl einhergeht, wird auch durch schnelles und tiefes Atmen nicht beseitigt. Erst eine Lageänderung auf den Rücken oder Aufstehen bringt Erleichterung. Erfolgt keine Lageänderung, so steigert sich der Herzrhythmus bis zum Herzrasen oder sogar Vorhofflimmern. Dies kann erst recht passieren, wenn man dabei nicht richtig wach wird.

Fazit:

In diesem Fall empfindet man eine Hohlvenenkompression mit vermindertem Rückstrom als Atemnot. Selbst durch vermehrtes Atmen kommt nicht mehr Sauerstoff im Gehirn an, weil dabei ja durch den Blutmangel auch zu wenig Blut zum Anreichern von Sauerstoff durch die Lunge fließt.

Alle Betroffenen, die Vorhofflimmern meistens in der Nacht bekommen, sollten diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Eine rechtzeitige Oberbauchmassage wie oben beschrieben, könnte die Symptome beenden bzw. eine Steigerung verhindern.

Der Auslöser dieser Situation ist meistens die vorletzte Hauptmahlzeit, die nun gerade im Dickdarm angekommen ist und eine Menge Gas produziert. Bei Linkslage spielen auch die relativ schweren Oberbauchorgane eine Rolle, die auf die untere Hohlvene drücken.

Wenn ich in der Nacht ohne erkennbare äußere Einflüsse plötzlich aufwecke, dann liege ich immer auf der linken Seite und ich habe das dringende Bedürfnis, mich auf den Rücken zu legen oder aufzustehen. Wecke ich dagegen durch äußere Einflüsse auf oder weil ich genug geschlafen habe, so liege ich meistens auf der rechten Seite oder auf dem Rücken.

Jetzt wo ich die Ursache kenne, nämlich eine Hohlvenenkompression mit Blutmangel vor dem Herzen, bringe ich manche nächtliche Wahrnehmung damit in Verbindung. Muskelzucken und vorgetäuschte Geräusche wie ein Gong oder ein lauter Knall oder mehrere solche Töne hintereinander, haben mich schon geweckt, als ich auf der verkehrten Seite lag.

Damit macht uns das Kreislaufzentrum im Gehirn auf beginnende Hohlvenenkompressionen aufmerksam, damit wir die momentan ungünstige Körperhaltung ändern.

Hohlvenenkompression beim Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom (Fallbeispiel)

Auch ein normales Frühstück löst über Dehnungsrezeptoren im Magen den gastrokolischen Reflex aus. Damit wird der Dickdarm angeregt dort zuerst Platz zu schaffen, damit die zu erwartenden Verdauungsvorgänge ungehindert ablaufen können.

Durch viel Histamin in der Mahlzeit wird der gastrokolische Reflex zusätzlich verstärkt, weil die Nahrung als "verdorben" eingestuft wird.

Der gesamte Dickdarminhalt mit Gaseinschlüssen wird durch die starke Peristaltik muskulös durcheinander geknetet und in Richtung Ausgang befördert. Dabei vergrößert der Dickdarm abwechselnd seinen Durchmesser und drückt in Intervallen die anderen Oberbauchorgane zusammen. Dies führt auch zur Bedrängung von unterer Hohlvene und Herz.

Der vergrößerte Dickdarm quetscht aber auch den gerade gefüllten Magen und den Zwölffingerdarm zusammen. Dabei kann Magensäure in die Speiseröhre gedrückt werden oder höchst aggressiver Zwölffingerdarminhalt zurück in den Magen.

Diesen Vorgang empfinden wir als Sodbrennen, Völlegefühl, Aufstoßen, Magen- Darmkrämpfe und starken Stuhldrang. Wir können nicht verstehen, dass so kurz nach dem Frühstück das Essen quasi schon wieder ausgeschieden wird. Doch die Vorgänge sind ganz anders aber trotzdem sehr verwirrend.

Das Mittagessen von gestern was nun gerade im Dickdarm ist, kann überhaupt nichts dafür, denn das soll nur raus weil "lt. Befehl" Platz geschaffen werden muss.

Dabei wird nur der letzte, schon eingedickte Dickdarmabschnitt entleert. Der größere Teil des Inhalts gärt durch die Durchmischung der starken Peristaltik erst recht weiter und produziert eine Menge Gas. Dadurch bläst sich der Dickdarm wie ein Luftballon auf und die Ileozäkalklappe wird wie ein Rückschlagventil verschlossen, damit das Kot-Gasgemisch nicht in den Dünndarm zurückgedrückt werden kann.

Dies wiederum verhindert aber zwangsläufig die durch die Peristaltik gleichermaßen in Gang gekommene Entleerung des Dünndarms in den Dickdarm – in diesem Fall das ebenfalls unschuldige Abendbrot von gestern. Der Teufelskreis ist also komplett und es geht gar nichts mehr.

Der Verdauungstrakt ist total verstopft und die untere Hohlvene eingeklemmt. Das Herz versucht nun mit Extrasystolen bzw. mit deren Pulswellen die abgedrückte Hohlvene freizuschütteln, damit das venöse Blut wieder ungehindert zum Herzen fließen kann.

Für mich ist dies die klassische Beschreibung des Reizmagen-u. Reizdarmsyndroms. Alle Unverträglichkeiten und Intoleranzen könnten so erklärt werden, wenn bestimmte Stoffe – wie eben das Histamin – das Chaos auslösen, da sie als giftig eingestuft werden.

Histamin soll ja auch die Wirkung haben, die glatten Muskelzellen in Hohlorganen zu kontrahieren, wie z.B. im Verdauungstrakt und in der Lunge. Sollte diese Wirkung ebenfalls auf die Hohlorgane untere und obere Hohlvene übertragbar sein, könnte mein kribbelndes Bauchgefühl, was Vorhofflimmerattacken ankündigt auch so eine Verkrampfung sein.

Nach Auslösung von Vorhofflimmern verspüren fast alle Betroffenen einen erhöhten Harndrang. Dies könnte ein histaminbedingtes Verkrampfen der Blase sein, denn die ist ja auch ein Hohlorgan mit glatter Muskulatur. Dadurch könnte durch die erhöhte Wasserausscheidung der Organismus schneller entgiftet werden. In diesem Fall übernimmt wieder das zum Gift gewordene Histamin gegen sich selbst die Rolle als Botenstoff.

Würgen und Erbrechen als Ursache einer Hohlvenenkompression (Fallbeispiel)

Im Alter von 35 bis 40 Jahren wurde bei mir Vorhofflimmern nur durch Würgen und Erbrechen ausgelöst, und dies nur nach einer feuchtfröhlich durchzechten Nacht. Dabei hatte ich nie ein Alkoholproblem – bis heute nicht, bei damals 2 bis 3 Episoden jährlich.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch nicht sonderlich viel Alkohol vertragen habe und es handelte sich größtenteils um Bier.

Der Ablauf war immer der Gleiche. Entweder mir wurde in der Kneipe schon schlecht oder ich lag schon im Bett, wo ich dann schnell raus musste um mich zu Übergeben. Unmittelbar mit dem Würgen setzte das Vorhofflimmern ein.

Gedanken habe ich mir damals keine gemacht, da es ja nach 24 Stunden wieder weg war. Dann blieb es aber mal ein paar Wochen lang und das konnte ich nicht mehr nur als Katerstimmung abtun, weil dann ja auch die Kraft zum Arbeiten fehlte. Ich ließ mich krankschreiben und mit meinem ersten EKG 1983 wusste ich dann, dass ich Vorhofflimmern hatte. Es folgte mein erster Krankenhausaufenthalt.

Seitdem habe ich keine einzige Zigarette mehr geraucht und Alkohol nur noch in "Maßen" getrunken. Die Episoden blieben jedoch bei jedem Erbrechen, gleich welcher Ursache und auch ganz ohne Alkohol.

Das "Holiday Heart Syndrom" ist eine beliebte Diagnose bei paroxysmalem Vorhofflimmern, wenn Ärzte mit ihrem Latein am Ende sind. Der Alkohol hatte aber nur eine Schlüsselrolle, denn durch seinen hohen Histamingehalt und seine von Natur aus toxische Wirkung, wird Erbrechen ausgelöst. Das Würgen mit den Zwerchfellkontraktionen verursacht dann wieder die Hohlvenenkompression und somit den alles entscheidenden Blutmangel vor dem Herzen.

Extrasystolen werden nun ausgelöst, denn es könnten ja auch nur Blähungen sein. Diesmal helfen die Pulswellen-Erschütterungen aber nicht, da es der Bauchmuskel ist, der die untere Hohlvene zusammendrückt. Wenn das Würgen nicht aufhört droht eine Ohnmacht, weil kein Blut mehr im Herzen ankommt. Da pumpt das Herz mit einer absoluten Arrhythmie (Vorhofflimmern) paradoxerweise effektiver als mit Sinusrhythmus. Also immer nur so viel Blut, was gerade noch verfügbar ist. Dies wäre meine Erklärung für das Auftreten von Extrasystolen und Vorhofflimmern.

Damals in der ehemaligen DDR wurden wir in punkto Bierqualität wahrlich nicht verwöhnt und so stellte ich damals schon fest, dass solche Ereignisse hauptsächlich in Verbindung mit schlechter Qualität auftraten. Aus heutiger Sicht waren manche Biersorten von damals, schon durch die Zutaten und die Herstellungstechnologie, reine Histaminbomben.

Auch heutige Edelbiere, wie z.B. Hefeweizen, haben einen hohen Histamingehalt und siehe da, es besteht ebenfalls ein höheres Risiko für Extrasystolen & Co.

Hohlvenenkompression und Adrenalin (Fallbeispiel)

Durch den nicht zu unterschätzenden Aspekt der Wirksamkeit des Adrenalins im Zusammenhang mit einer beginnenden Hohlvenenkompression, kann der Herzrhythmus auch durch Stress, Aufregung, Angst, Schreck, Wut, Zorn, Trauer, in dieser kritischen Phase gefährlich beeinflusst werden.

Dies zeigt folgendes Beispiel:

Ich habe einige Zeit am Computer gesessen und etwas im Internet bestellt. Ich war schon etwas nervös, hatte Blähungen und Extrasystolen. Es war gegen Mitternacht, als ich auf "Bestellung absenden" gedrückt habe. Augenblicklich war ich mir nicht mehr sicher, ob das alles auch richtig war. Sofort gab es einen Adrenalinstoß und der Puls mit den Extrasystolen steigerte sich bis zum Vorhofflimmern.

Das Herz-Kreislaufsystem im Gehirn fordert vom Herz in so einer Situation mehr Leistung, doch der Blutnachschub fehlt. Der Sinus ist auf volle Vorhöfe angewiesen. Es muss also einen Notrhythmus einrichten, um das Blut, was augenblicklich trotz der Hohlvenenkompression noch zur Verfügung steht, so ökonomisch wie möglich zu pumpen. Und so ein Notrhythmus könnte eben auch Vorhofflimmern sein – immer nur das pumpen, was es gerade kriegt.

Die plötzliche Adrenalin-Ausschüttung ist in solchen Fällen das Zünglein auf der Waage, weil Adrenalin die Rezeptoren in den herznahen Hohlvenen und im Herzen sensibel macht. Diese Fähigkeit wird ausgenutzt bei "Elektrophysiologischen Untersuchungen – EPU" und bei "Katheterablationen", wenn mit der Katheterspitze im Herzen gewollt eine bestimmte Rhythmusstörung ausgelöst werden soll.

Denn klappt dies nicht, weil die Rezeptoren zu unempfindlich reagieren, wird Adrenalin gespritzt oder an den Tropf gehängt.

Alles was den Adrenalinspiegel erhöht, erhöht also gleichzeitig die Bereitschaft zum Auslösen von Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern.

Vor etwa 15 Jahren wurde bei mir einmal Vorhofflimmern nachmittags auf Arbeit ausgelöst, als die Monatsabrechnung nicht so recht klappen wollte und ich deshalb unheimlich viel Stress hatte. Das ging soweit, dass ich erbrechen musste und genau mit dem Würgen sprang der Puls in Vorhofflimmern um. Eine Blutanalyse 30 Minuten später im Herzzentrum ergab laut Kardiologen einen fast unmöglich hohen Adrenalinspiegel.

Heute weiß ich, dass durch das stundenlange Sitzen die untere Hohlvene abgedrückt wurde und durch das Würgen noch mehr. Außerdem hemmt Adrenalin die Darmaktivität (Peristaltik), was die Entstehung von Blähungen begünstigt. Adrenalin ist auch Bestandteil vieler Medikamente z.B. auch in Schmerzspritzen beim Zahnarzt, wo ja sowieso wegen Angst schon genügend Adrenalin im Blut ist. Ich glaube, dass durch Stress und damit Adrenalin getriggerte Hohlvenenkompressionen die häufigsten Auslöser von Extrasystolen und Vorhofflimmern sind.  

Aber auch andere Stoffe im Blut machen die Rezeptoren empfindlich. Es muss wahrscheinlich kein langjähriger Prozess sein, um die, Hohlvenen, Lungenvenen, Vorhöfe und auch Kammern elektrisch so empfindlich zu machen, um schon auf kleine Druckschwankungen zu reagieren.

Ich meine, dass das schadstoffhaltige Blut es ist, das die Innenwände der Gefäße und der Herzhöhlen mit samt den Rezeptoren, so sensibel macht.

Bei jeder Verdauungsstörung entstehen zusätzliche Stoffwechselabbauprodukte wie CO² und andere toxische Blutgase etc., die vom Darm aus in den Blutkreislauf übertreten. Es werden auch mehr verdauungsfördernde Säuren, Enzyme, Gallenflüssigkeiten gebildet, als bei einer intakten Verdauung.

Bereitgestellt und entsorgt wird meist über den Blutkreislauf und so kommt es manchmal dazu, dass bei Störungen des Stoffwechsels, das Blut auch nach der Passage des jeweiligen Zielorgans noch mit den Stoffen behaftet ist. Ähnlich ist es mit CO² und anderen Blutgasen, wenn sie in der Lunge nicht ganz abgeatmet werden und über die Lungenvenen im linken Vorhof ankommen. In solchen Situationen werden „Schadstoffe“ über beide Vorhöfe transportiert und können Spuren hinterlassen.

Eingeatmete Dämpfe und Gase können zusätzlich über die Lungenvenen in den linken Vorhof gelangen und möglicherweise sogar noch mit dem Sauerstoff schädlich reagieren um dort das Substrat mit den Fibrosierungen zu bilden.

Aber auch andere aggressive Stoffe wie Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamente, Histamin, Harnstoffe umspülen diese Dehnungsrezeptoren und machen sie empfindlich.

Beim Holiday-Heart-Syndrom könnte man auch davon ausgehen, dass die aggressiven Eigenschaften des Alkohols (lt. Lexikon: Ethanol, farblose, leichtentzündliche, stechend riechende Flüssigkeit) in den Herzvorhöfen das Vorhofflimmern auslösen.

Mir ist auch klar, warum ich auffallend oft Rhythmusstörungen bekam, wenn ich mich beruflich in einem Betriebsgebäude aufhielt, in dem Essigsäure verarbeitet wurde. Schon im Treppenhaus roch es stark nach Essig und nach einiger Zeit ging das Herzstolpern los und endete damals 2-mal mit Vorhofflimmern.

Auch im Supermarkt, als mal eine Flasche Essigessenz zu Bruch ging und alles nach Essig roch, musste ich schnell das Weite suchen, weil ich starke Extrasystolen verspürte. Ich denke, die Essigdämpfe gehen über die Lunge direkt ins Blut und sind ja sofort im linken Vorhof. Ich habe auch eine Erklärung für meine Attacken nach dem Genuss von Essiggemüse, Senf usw., was neben Essigsäure auch viel Histamin enthält, welches dann wieder zu Essigsäure abgebaut wird und über den Blutkreislauf ausgeschieden wird.

Über die Lunge aufgenommene andere flüchtige Lösungsmittel in Farben, haben bei mir auch schon Extrasystolen mit anschließendem Vorhofflimmern ausgelöst.

Histamininduzierte Hohlvenenkompression

Histamin könnte heute noch eine Schlüsselrolle aus der Urzeit übernehmen, da es etwas Verdorbenes symbolisiert. Durch Verderb entsteht in Nahrungsmitteln Histamin. Dies kann gewollt oder ungewollt sein (z.B. aus Milch > Käse / aus Frischfleisch > Gammelfleisch).

In fast der gesamten Entwicklungsgeschichte des Menschen gab es keine solche vom Menschen selbst gewollte bakterielle bzw. pilzliche Veränderung der Nahrung durch Fermentieren, Gären, Pökeln, Abhängen, Ablagern, Reifen, Einlegen, usw.

Demnach galt für den menschlichen Organismus noch bis vor „Kurzem“ eine derartig auf natürlichem Weg gealterte und somit histaminreich gewordene Nahrung als nichtmehr genießbar bzw. sogar giftig.

Der Botenstoff Histamin könnte also schon immer der Gradmesser für die Qualität der aufgenommenen Nahrung sein. Viel Histamin bedeutet z.B., dass die Gefahr einer Fleisch- oder Fischvergiftung besteht. Sofort wird der gastrokolische Reflex ausgelöst, damit wiederum zuerst der letzte Darmabschnitt geleert wird. Ein Zurück aus dem Dünndarm geht ja nicht, also muss Platz geschaffen werden für einen „Durchmarsch“.

Die Rolle des Histamingehaltes der Nahrung beschränkt sich daher aus unserer Sicht scheinbar nur auf die Auslösung solcher Verdauungsbeschwerden, die dann durch die Entstehung von Blähungen auch zu Hohlvenenkompressionen führen können. In Wirklichkeit ist dies aber ein Schutzmechanismus, genau wie auch die von uns als negativ eingestufte Wirkung des Histamins, die Produktion von Magensäure zu erhöhen. Damit könnten die Bakterien in der verdorbenen Nahrung abgetötet werden, die ja deswegen auch besonders viel Histamin enthält.

In den heutigen industriell hergestellten Lebensmitteln gibt es plötzlich tausende Stoffe, die der Organismus nie kennengelernt hat und die vorsichtshalber erst einmal als nicht genießbar eingestuft werden. Ein Wildtier würde so etwas Unbekanntes wahrscheinlich gar nicht erst fressen, aber wir stopfen es eben rein. Mag der Magen sich entscheiden ob gleich wieder raus würgen oder schnell weiter mit der Option, dass am Ende des Verdauungstrakts mithilfe vom „gastrokolischen Reflex“ für alle Fälle zuerst Platz geschaffen wird.

Ob das alles mit dem Histamin der gerade eingenommenen zweifelhaften Nahrung vermittelt wird, oder aber durch ausgeschüttetes körpereigenes Histamin, ist die große Frage. Eins steht fest, durch das Umwälzen im Darm gelangt viel mehr Histamin an die Darmwände, um über die Resorption in den Blutkreislauf zu gelangen.

Histamin hat auch die Eigenschaft, die glatte Muskulatur der Hohlorgane und der großen Blutgefäße zu verkrampfen. Wenn das auch bei den Hohlvenen funktioniert, wäre eine Hohlvenenkompression auch auf diese Weise denkbar. 

(Ende Anhang – weitere Erklärungen und Fallbeispiele)

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Letzte Aktualisierung: 08.01.2018